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Hochwasserschutz Drosendorf, Gew II. Ordnung Leitenbach

(Gemeinde Memmelsdorf, Landkreis Bamberg)

Luftbild Drosendorf Luftbild Drosendorf
Luftbild Hochwasserschutz DrosendorfLuftbild Hochwasserschutz Drosendorf (Stand: April 2015)

Beschreibung

Das Projekt Hochwasserschutz Drosendorf wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt.

Mit der Fertigstellung des Bauabschnittes1 im Jahr 2007 unter der Vorhabensträgerschaft des Bezirkes Oberfranken, konnte bereits der 100-jährliche Hochwasserschutz für die südlich des Leitenbaches gelegene Siedlungsfläche von Drosendorf umgesetzt werden.

Mit dem 2. Bauabschnitt wird durch eine Kombination aus Schutzmauern, Hochwasserdeichen, Geländeauffüllungen, sowie einem Hochwasser-Pumpwerk, der verbleibende Ortsteil vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis geschützt.

Mit Fertigstellung des 2. Bauabschnittes werden künftig insgesamt 15 ha Siedlungsfläche von Drosendorf vor Hochwasser geschützt.

Bauabschnitte

Bauabschnitt 1

Zahlen und Fakten

Lage:Drosendorf

Projektträger:Bezirk Oberfranken

Planung und Durchführung:Wasserwirtschaftsamt Kronach

Gewässer:2.Ordnung (Leitenbach)

Hochwasser­schutzmauern:

  • Gesamtlänge: rd 230 m
  • Mauerhöhe im Mittel: 2,50 m

Hochwasser­schutzdeiche:

  • Gesamtlänge: rd 450 m
  • Deichhöhe im Mittel: 1,20 m
  • Kronenbreite: 3,0 m
  • Deichhinterweg zur Deichverteidigung

Ausgleichsmaßnahmen:

  • Uferabflachungen, Gewässeraufweitungen
  • Geländemodellierung, Schaffung von Biotopflächen

Fertigstellung:1. September 2004

Kosten: 1,4 Mio. €(Grunderwerb: 210.000 €)

Kostenaufteilung:

  • Bezirk: 29 %
  • Gemeinde: 25 %
  • Freistaat Bayern/EU: 46 %

Projektfortschritt

Geh- und Radweg mit Hochwasserschutzwand Geh- und Radweg mit Hochwasserschutzwand
Natursteinmauer als Stützwand für den Geh- und RadwegNatursteinmauer als Stützwand für den Geh- und Radweg
Erneuertes innerörtliches Wehr Erneuertes innerörtliches Wehr
 Unterirdisches PumpwerkUnterirdisches Pumpwerk

Ausgleichsmaßnahmen

Im Zuge des HWS Drosendorf (BA 01) wurde neben dem Hochwasserschutz für die Bevölkerung, auch die ökologische Situation des Leitenbachs deutlich verbessert. Dem Gewässer wurde mehr Raum für Eigenentwicklung gegeben und das durch ein Wehr unterbrochene Gewässer mit einem neugebauten Biotoppass mit dem Oberlauf, auf einer Gesamtlänge von 15 km von der Mündung in den Main bis Wiesengiech, vernetzt. Durch die Schaffung vielfältiger Strukturen im Gewässerbett und in den Uferbereichen wurden die Lebensbedingungen für die im und am Gewässer vorkommenden Lebewesen günstig verändert, so dass neue ruhige Räume für Flora und Fauna (z. B. Fischlaichplätze) entstehen konnten. Neue naturnah gestaltete Retentionsräume im Bereich der Seitengewässer des Leitenbaches mit mageren Trockenflächen und kleinen wechselfeuchten Mulden erhöhen das Rückhaltevolumen im Hochwasserfall und stärken das biologische Gleichgewicht.

Umgehungsbach am Wehr Umgehungsbach am Wehr östlich von Drosendorf
Retentionsraum Richtung SchmerldorfRetentionsraum Richtung Schmerldorf
Bauabschnitt 2

Zahlen und Fakten

Lage:Drosendorf

Projektträger:Freistaat Bayern

Planung:Wasserwirtschaftsamt Kronach

Ausführungsplanung(vergeben an):Ingenieurbüro Höhnen und Partner

Tragwerksplanung(vergeben an):Ingenieurbüro Höhnen und Partner

Tragwerksplanung(erbracht durch):Ing.-Büro Ruppert und Land, Memmelsdorf

Bauüberwachung(vergeben an):Ingenieurbüro Höhnen und Partner

Gewässer:2.Ordnung (Leitenbach)

Hochwasser­schutzmauern:

  • Gesamtlänge: rd 300 m
  • Mauerhöhe: zwischen 0,50 m und 1.40 m

Kombination Hochwasser­schutzdeiche/-mauer (Seite Sportplatz):

  • Gesamtlänge: rd 380 m
  • Deich- bzw. Mauerhöhe im Mittel: 1,00 m
  • Deichkronenbreite: 2,0 m (Deich nicht befahrbar)
  • Deichhinterweg zur Deichverteidigung, Breite 3,50 m

Hochwasserpumpwerk (westlicher Ortsrand):

  • Ausstattung: 2 Tauchmotorpumpen
  • Leistung: je 100 Liter/Sekunde

Gesamtkosten des Abschnittes lt. Entwurf: ca. 1,8 Mio.

Kostenaufteilung:

  • Gemeinde Memmelsdorf: 35 %
  • Freistaat Bayern/EU: 65 %

Baubeginn:Oktober 2013

Bauende:Ende 2014

Projektfortschritt

Luftbild Hochwasserschutz Drosendorf (Stand: April 2015) Luftbild Hochwasserschutz Drosendorf (Stand: April 2015)

Maßnahmenplang

Maßnahmenplan Maßnahmenplan

Beschreibung

Das Projekt Hochwasserschutz Drosendorf wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt.

Mit der Fertigstellung des Bauabschnittes1, im Jahr 2007 unter der Vorhabensträgerschaft des Bezirkes Oberfranken, konnte bereits der 100-jährliche Hochwasserschutz für die südlich des Leitenbaches gelegene Siedlungsfläche von Drosendorf umgesetzt werden.

Mit dem 2. Bauabschnitt wird durch eine Kombination aus Schutzmauern, Hochwasserdeichen, Geländeauffüllungen, sowie einem HW-Pumpwerk, der verbleibende Ortsteil vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis geschützt.

Mit Fertigstellung des 2. Bauabschnittes werden künftig insgesamt 15 ha Siedlungsfläche von Drosendorf vor Hochwasser geschützt.

Baustelleneinweisung am 22. Oktober 2013

Vorstellung Vorstellung der Baumaßnahme
Besprechungstermin vor Ort mit BeteiligtenBesprechungstermin vor Ort mit Beteiligten

Zur Baustelleneinweisung im Feuerwehrhaus von Drosendorf kamen am 22. Oktober 2013 die Beteiligten an der Hochwasserschutzmaßnahme Drosendorf (2. Bauabschnitt) zusammen. Der Bürgermeister von Memmelsdorf, Johann Bäuerlein, begrüßte die Teilnehmer und wünschte der Baumaßnahme einen unfallfreien Verlauf. Baudirektor Prem vom Wasserwirtschaftsamt Kronach gab einen Überblick über die geplanten Maßnahmen. Anschließend wurden bei der gemeinsamen Begehung des Baufelds anstehende Arbeiten besprochen.

Öffentlichkeitstermin im Rathaus von Memmelsdorf am 29. Oktober 2013

Bürgermeister Bäuerlein stellt die Maßnahme vor Bürgermeister Bäuerlein stellt die Maßnahme vor
Gruppenbild mit Beteiligten und AnwohnernGruppenbild mit Beteiligten und Anwohnern

Zur Information der Öffentlichkeit über die geplanten Arbeiten zum Hochwasserschutz von Drosendorf (2. Bauabschnitt) trafen sich am 29. Oktober 2013 im Rathaus von Memmelsdorf Anwohner, Presse, Gemeinderatsmitglieder, Vertreter der Gemeinde Memmelsdorf, des Wasserwirtschaftsamtes Kronach und des zuständige Ingenieurbüros Höhnen & Partner.

Bürgermeister Johann Bäuerlein begrüßte die Teilnehmer und gab einen Überblick über den bisherigen Ablauf der Maßnahmen und Planungen zum Hochwasserschutz . Als Vertreter des Bauherrn erläuterte Baudirektor Prem vom Wasserwirtschaftsamt Kronach dann den Anwesenden im Anschluss die geplanten Maßnahmen.

Die Vertreter des Ingenieurbüros Höhnen & Partner aus Bamberg, denen die örtliche Bauleitung beim Projekt übertragen wurde, gaben anschließend zu detaillierten Fragen aus der Bevölkerung Auskunft und informierten über die zeitlichen Abläufe der anstehenden Arbeiten.

Einweihung am 29. September 2014

Segnung der Hochwasserschutzmaßnahme durch die Geistlichkeit Segnung der Hochwasserschutzmaßnahme durch die Geistlichkeit
Die Einweihungsfeier war gut besuchtDie Einweihungsfeier war gut besucht

Nachdem der erste Bauabschnitt der Hochwasser-Schutzmaßnahme, der noch in der Zuständigkeit des Bezirkes Oberfranken lag, bereits bis 2006 realisiert werden konnte, konnte mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnittes der vollständige Hochwasserschutz von Drosendorf am 29. September 2014 feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

Der Gesangverein umrahmte die Feier Der Gesangverein umrahmte die Feier
Die Enthüllung der EU-ErinnerungstafelDie Enthüllung der EU-Erinnerungstafel

Mit dem 2. Bauabschnitt, der im Herbst 2013 begonnen und bereits im Sommer 2014 abgeschlossen werden konnte, wird der Hochwasserschutz von Drosendorf komplettiert und die Ortschaft künftig vollständig vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Die Bepflanzungsarbeiten im Bereich der Baumaßnahme mit Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen erfolgte im Frühjahr 2015. Die Fertigstellungspflege der Pflanzen wurde im Zuge der Maßnahme bis in den Sommer 2015 durchgeführt.

Im Beisein von Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, Landrat Johann Kalb, Bürgermeister Gerd Schneider und Alt-Bürgermeister Johann Bäuerlein wurde der Gedenkstein mit der EU-Erinnerungstafel feierlich enthüllt.

Maßnahmen des Hochwasserschutzes

Hochwasserschutzmauern

Foto Bestand (Stand: Februar 2011) Der Leitenbach mit der Dr.-Ritz-Straße vor der Maßnahme (Stand: Februar 2011)
Der Leitenbach mit der Hochwasserschutzmauer nach der FertigstellungDer Leitenbach mit der Hochwasserschutzmauer nach der Fertigstellung
Die Hochwasserschutzmauer am Sportplatz Die Hochwasserschutzmauer am Sportplatz
Die fertiggestellte Ufermauer in der Dr.-Ritz-StraßeDie fertiggestellte Ufermauer in der Dr.-Ritz-Straße

Schnitt Ufermauer Dr.-Ritz-Straße Schnitt Ufermauer Dr.-Ritz-Straße

Pumpwerk westlich von Drosendorf

Blick in das ausgestattete Pumpwerk Blick in das ausgestattete Pumpwerk
Außenansicht des fertiggestellten PumpwerksAußenansicht des fertiggestellten Pumpwerks

Schnitt Pumpwerk Schnitt Pumpwerk, Ausstattung mit 2 Tauchmotorpumpen mit einer Leistung von je 100 Liter/Sekunde

Hochwasserschutzdeich

Schnitt Hochwasserschutzdeich Schnitt Hochwasserschutzdeich

SAnsicht des Deiches westlich von DrosendorfAnsicht des Deiches westlich von Drosendorf

Naturnahe Gestaltung des Leitenbaches

Ökologische Maßnahmen am Leitenbach Ökologische Maßnahmen am Leitenbach
Leitenbach mit neu gestalteter KiesbankLeitenbach mit neu gestalteter Kiesbank

Durchgeführte ökologische Maßnahmen am Leiterbach zur Verbesserung der Gewässerstruktur mit Uferabflachungen, Totholz, Flachwasserzonen und neu gestalteter Kiesbank.

Bepflanzung

Bepflanzung im Bereich der Dr.-Ritz-Straße Bepflanzung im Bereich der Dr.-Ritz-Straße
Bepflanzung am Deich westlich von DrosendorfBepflanzung am Deich westlich von Drosendorf

Bepflanzungsarbeiten im Bereich der Baumaßnahme mit Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen wurden im Frühjahr 2015 durchgeführt.

Weiterführende Informationen

  • Infoblatt Bauabschnitt 1
  • Infoblatt Bauabschnitt 2
Logo der Europäischen Kommission
  • Dieses Projekt wurde aus Mitteln der EU konfinanziert.
  • Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete
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