Deichnachrüstung Michelau (Landkreis Lichtenfels)

Spatenstich für die Deichnachrüstung Michelau i. OFr.

Mit der Deichnachrüstung wird der vorhandene Hochwasserschutz entlang des Mains auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Erste Hochwasserdeiche wurden in Michelau i.OFr. bereits 1910 errichtet und seit dem immer weiter ergänzt und ausgebaut. Die Hochwasserschutzanlagen aus den 70er und 80er Jahren genügen nicht mehr den heutigen Anforderungen und werden daher modernisiert.

Ziel ist der Schutz vor einem Hochwasser, dem sog. HQ100, das statistisch alle 100 Jahre eintritt. Dadurch werden künftig 200 ha Siedlungsfläche der Gemeinde Michelau i. OFr. geschützt. Über 3.000 Einwohner und 60 Betriebe mit rund 2.000 Arbeitsplätzen profitieren von diesem Projekt.

Den veranschlagten Baukosten i. H. v. rd. 8 Mio. Euro steht bei einem HQ100 ein rechnerisches Schadenspotenzial von 80 Mio. Euro gegenüber.

Die Verbesserung des Hochwasserschutzes berücksichtigt den Klimazuschlag. Sie erfolgt durch die Erhöhung der vorhandenen Deiche und Mauern, den Bau eines Deichverteidigungsweges, den Neubau eines Schöpfwerkes sowie die Erneuerung des Absperrbauwerkes am Mühlbach.

Vorhabensträger der Maßnahme ist der Freistaat Bayern. Die Gemeinde Michelau i. OFr. beteiligt sich an den Kosten.

Entwurfsverfasser der Maßnahme und für die Bauausführung zuständige Behörde ist das Wasserwirtschaftsamt Kronach.

Mit dem Spatenstich am 08. April 2016 im Beisein von Umweltministerin Ulrike Scharf erfolgte der feierliche Startschuss zur Umsetzung der Maßnahme.